Band 182: Im Haus des Henkers

Die drei Fragezeichen – Im Haus des Henkers * Autor: Marco Sonnleitner

© Kosmos-Verlag im Februar 2015 * ISBN – 978-3-440-142288 (geb. Ausgabe)

Der Klappentext:
Eine Serie von Überfällen beschäftigt die Polizei von Rocky Beach. Als ein harmlos wirkender Mann unerwartet den letzten Raub gesteht und ein alter Bekannter in die Sache hineingezogen wird, ist klar: Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu! Justus, Peter und Bob ermitteln an düsteren Orten und geraten ind ie Gesellschaft zwielichtiger Gestalten... 

Buchrezension

Justus, Peter und Bob nehmen uns mit auf eine abenteuerliche Verbrecherjagd auf den County Fair, einem alljährlich stattfindenen Jahrmarkt, im Palisades Park von Rocky Beach. Denn die Geständnisse von eher unbescholtenen Mitmenschen in den letzten Tagen – von Überfällen auf Juweliere, Uhrmacher und Kunstläden in der Umgebung – lassen bei den Drei Detektiven ihre Zweifel aufkommen, ob es in der Geisterbahn „Fahrt in die Hölle“ mit rechten Dingen zugeht.

Die Geschichte hat Potential, jedoch ließ der Autor meines Erachtens viele Möglichkeiten, den Spannungsbogen in einigen Situationen bis auf die Spitze zu treiben, ungenutzt. Im Laufe der Geschichte ist die Geisterbahn der Hauptschauplatz, was okay ist. Jedoch hätte die Öffnung diverser Nebenschauplätze dem Plot gut getan. So verliert sich die Geschichte mit der Zeit in einem „Jäger-und-Gejagte“-Spiel im Inneren des Fahrgeschäfts. Der Autor versuchte hier, Action und Spannung im Umfeld der Geisterbahn zu entwickeln, was meines Erachtens jedoch nur mäßig gelungen ist.

Es gibt keinen nennenswerten Plot-Twist und der Handlungsverlauf stützt sich auf zahlreiche Zufälle, die zwar generell vorkommen können, jedoch in ihrer Anzahl bei „Haus des Henkers“ schon auffällig sind.

Die drei Fragezeichen – Im Haus des Henkers hat mich letztlich gut unterhalten, es fehlte jedoch das gewisse Etwas, weshalb der Roman nur eine durchschnittliche Wertung erhält.

Fazit

Ein eher schmeichelhaft umgesetztes Geisterbahn-Spektakel. Eine Story, die sich eher in vertonten Medien wohl fühlt, daher auch die bessere Wertung für die Hörspielfassung.“

Wer liest die Karte vor?

Mrs Crouch, die Mutter von Matthew.

Hörspielfassung

Das Hörspiuel orientiert sich inhaltlich sehr nah an der Romanvorlage. Besonders gut wurde bei der Hörfassung die Atmosphäre des Jahrmarkts und der Geisterbahn in Szene gesetzt, was ich als äußerst angenehm und positiv empfand. Die Sprecherrollen wurden von Heikedine Körting als Mrs Shaw sowie André Minninger als Polizist Goodween ergänzt. Klasse auch die Sprecherleistung von Jens Wawrczek alias Peter Shaw, der in der Geisterbahn die ein oder andere Schreckenssekunde überstehen muss und sogar selber in die Fänge der Bösewichte gerät. Ein Hörspiel, dass mir insbesondere wegen der atmosphärisch gut gelungenen Umsetzung, sowie spannender und passender Musik gut gefallen hat.

Gesamtbewertung BuchGesamtbewertung Hörspiel
Plot:
Spannung:
Ermittlungsarbeit:
Kommissar Zufall: (10=wenig, 0=viel)
Gesamteindruck:
5
4
6
5
5,0
Story:
Spannung:
Musik/Atmosphäre:
Sprecherrollen:
Gesamteindruck:
7
6
8
5
6,5

Inhaltliches / Logikfehler (Achtung, Spoiler!)

  • Nosferatu kommt per MMS: Sofern die „Anweisung(en)“ der Bösewichte per SMS/MMS zu den vermeintlichen Geständigen geschickt wurden, hätte die Polizei bei der Überprüfung der Mobiltelefone mit Leichtigkeit auf die Spur der Verbrecher kommen müssen.

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