Band 205: Das rätselhafte Erbe

Die drei Fragezeichen – Das rätselhafte Erbe * Autor: Marco Sonnleitner

© Kosmos-Verlag im August 2019 * ISBN – 978-3-440-15494-6 (geb. Ausgabe)

Der Klappentext:

Ein merkwürdiger Anruf erreicht die drei ???. Eine Frau scheint sich in großen Schwierigkeiten zu befinden.Doch bevor die Detektive Näheres erfahren, unterbricht eine kratzige Stimme das Gespräch:"Hände hoch oder es knallt!" Als Justus, Peter und Bob kurz darauf noch ein Gemälde der jüngst verstorbenen und bekannten Künstlerin Caroline di Santo erben, ist ihre Verwirrung komplett. Was steckt hinter den geheimnisvollen Ereignissen? Und was sollen sie nur mit diesem Bild anfangen?

Buchrezension

Die Einleitung ins Buch empfand ich als eher holprig und im Nachhinen überflüssig. Warum acht Seiten Einleitung mit einer Handlung füllen, die rein gar nichts mit dem übrigen Plot der Geschichte zu tun hat. Ein bloßer Seitenfüller, um den Roman auf die vorgegebene Länge von 142 Seiten aufzublasen? Und auch der Haupt-Plot ist in der ersten Hälfte des Buches recht dünn und wässrig, was bei mir den Eindruck hinterließ, dass sich Inhalte wiederholen und die Suche nach einem handfesten Ansatzpunkt die drei Detektive eher im Kreis herumführt als in Richtung Ziel.

Erst im letzten Drittel des Buchs ernten die drei Ermittler ansatzweise den Erfolg ihrer bis dahin doch recht dürftigen Ermittlungsergebnisse, und Richtung Finale nimmt der Spannungsbogen dann etwas an Fahrt auf. Aus einer „wir stochern im Nebel“-Geschichte macht Autor Marco Sonnleitner dann doch noch einen Drei ???-typischen Rätselfall, den es mit etwas Kombinationsvermögen zu lösen gilt.

Im letzten Kapitel wird dann alles, was bisher unter dem Deckmantel der Unwissenheit verborgen blieb, in einer Konversation zwischen Justus, Peter, Bob und Inspektor Cotta aufgearbeitet und die Leser:innen über die eigentlichen Motive der Bösewichte aufgeklärt. Als „Review“ mag dies in einigen anderen Fällen gut passen. Hier empfand ich es eher als abruptes Ende und unangebracht. Der Autor wäre in diesem Fall besser beraten gewesen die Geschichte in der ersten Buchhälfte mehr zu verdichten und weniger dahinplätschern zu lassen. Mit gezielter Ermittlungsarbeit von Beginn an und häppchenweise Informationen an die Leser:innen hätte somit ein wesentlich spannenderer Fall konstruiert werden können.

Das letzte Drittel des Buches entschuldigt jedoch ein wenig den schleppenden Start in die Folge und den etwas stark konstruiert wirkenden Plot.

Fazit

„Ein Fall, aus dem Autor Marco Sonnleitner hätte mehr herausholen können. Ein schleppender Start mit einigen „Off-Topics“ neben der Haupthandlung und einem schwer in die Gänge kommenden Ermittlungsfall. Das Finale entschädigt ein wenig für die Trägheit der Geschichte in der ersten Buchhälfte.“

Wer liest die Karte vor?

In der Buchfassung niemand. Die Karte wird von Justus Jonas jedoch gekonnt platziert.

Im Hörspiel wird die Karte von Trish di Santo vorgelesen.

Hörspielumsetzung

Gesamtbewertung BuchGesamtbewertung Hörspiel
Plot:
Spannung:
Ermittlungsarbeit:
Zufälle/Logikfehler: (10=wenig, 0=viel)
Gesamteindruck:
6
6
5
4
5,25
Spannung:
Atmosphäre / Musik:
Sprecherrollen:
Logikfehler (10=keine, 0=heftig)
Gesamteindruck:
6
6
4
4
5,0

Inhaltliches (Achtung, Spoiler!)

  • Der neue Nachbar der di Santos: Ist es nicht seltsam, dass sich der neue Nachbar bei der Familie di Santo vorstellt und diese nicht ansatzweise skeptisch werden? Müsste es den di Santos nicht bekannt sein, wenn in dem Nobelviertel in der Nachbarschaft ein Haus frei wird und ein neuer Nachbar dort einzieht?
  • Bitter enttäuscht war ich von der Szene, als Peter die Flucht mit dem Drahtesel ergriff. Ist er tatsächlich so gepolt, seine beiden Kollegen einfach im Stich zu lassen? So kenne ich Peter Shaw garnicht.
  • Wenn Matteo di Santo in Kenntnis des Rings ist und den Schließfachschlüssel besitzt, wäre es für ihn einfach gewesen den Ring einfach aus dem Schließfach zu nehmen und an einem anderen Ort zu verstecken. Die Erbschaft der Drei Detektive hätte ihm damit völlig egal sein können. Die Detektive hätten höchstens ein leeres Bankschließfach vorgefunden.

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