Am Anfang war…

Ich war gerade sechs, als 1981 meine Begeisterung für die damals noch junge Hörspielserie der Drei Fragezeichen – den coolen Jungdetektiven aus Rocky Beach – geweckt wurde. Die Drei Fragezeichen und der Grüne Geist (Folge 8, erschienen 1979), …der sprechende Totenkopf (Folge 6, erschienen 1979) und natürlich …und das Gespensterschloss (Folge 11, erschienen 1980) gehörten schon damals zu meinen absoluten Lieblingsfolgen und sind bis heute Highlights der Serie geblieben.

Meine Leidenschaft zu den Drei ??? begann natürlich – wie sollte es anders sein – als Kassettenkind. Andere Medien, abgesehen von der Schallplatte, die jedoch nicht immer kindheitskonform war, gab es damals noch nicht. Dafür war es dann ab Folge 12 meist die Erstausgabe, die sich in die kleine, aber feine Sammlung einreihte und unzählige Male rauf und runter, oder besser gesagt von vorne bis hinten, lief. Gedanken über Erstausgaben, Kassettenfarben und geschraubte MC´s (mit 3, 4 oder 5 Schrauben) machten wie uns damals noch keine. Und irgendwann kam es in der späten Jugendzeit, als das Interesse an der Hörspielserie mit zunehmender Phase der pubertären Revolution abflachte, zum Super-Gau. Die bis in die frühen 40er Folgen gesammelten Kassetten gingen über den virtuellen Tresen eines Flohmarktes für 50 Pfennig (oder gar noch weniger) zu neuen Besitzern über. Das Interesse an Hörspielen ließ nach (so ein Kinderkram braucht kein Jugendlicher mehr) und mit dem Verlust der Hörspielkassetten geriet die Serie schon bald aus meinem Sichtfeld in Vergessenheit.

Die Kassetten gingen damals auf einem Flohmarkt für 50 Pfennig über den „Tresen“

Die Phase der Crimebuster-Ära ging damals knapp an mir vorbei. Ebenso die Henkel-Waidhofer-Folgen, die ich bis heute zwar nicht kategorisch ablehne, ich jedoch weiterhin als (Gott sei Dank) überstandene Bewährungsprobe für den Fortbestand der Serie bis heute betrachte. Während die Drei Fragezeichen auf dem amerikanischen und englischsprachigen Markt heute kaum noch eine Rolle spielen – denn die Serie, die 1964 von Robert Arthur mit dem Fall „The three investigators and the secret of Terror castle“ ins Leben gerufen wurde, fand nach Ausgabe 49 im Jahre 1990 mit dem Fall „Fatal Error“ (Angriff der Computerviren) keine Fortsetzung mehr – erfreuen sich die Drei Fragezeichen hierzulande nach wie vor einer großen Fanbase. Und mit zunehmendem Alter der Serie werden auch die treuesten Fans älter. Treue Leser und Hörer jenseits eines Alters von 50 Jahren sind keine Seltenheit, und gar in Internetforen finden sich zahlreiche betagte User, die aus Ihrer Leidenschaft und ihrem Hobby keinen Hehl machen.

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